223015c phase 1: lernziele-vorschlag (4 fragen offen)

ableitung aus den 9 klausur-blöcken A-I + JS-block J:
- block A vom-neumann: 3 lernziele (5-komponenten benennen, stored-program-revolution erklären, pioniere einordnen)
- block B internet: 2 lernziele (ARPANET+WWW geschichte, unterseekabel-physik)
- block C TCP/IP: 4 lernziele (4 schichten benennen, encapsulation, dateneinheiten pro schicht, OSI-vs-TCP/IP)
- block D adress-tripel: 4 lernziele (IP/MAC/port jeweils erklären, zusammenspiel localhost:8080)
- block E DNS+HTTP: 4 lernziele (DNS-lookup-hierarchie+caching, HTTP-request/response lesen, statuscodes 200/301/404/500, HTTP/1.1/2/3 unterscheiden)
- block F browser-synthese: 2 lernziele (7-schritte-ablauf URL→pixel, fehler-szenarien)
- block G HTML: 4 lernziele (tag-struktur, semantische tags, document-struktur, warum semantik wichtig)
- block H CSS: 4 lernziele (box-model, selektoren, kaskade+spezifizität, flexbox vs grid)
- block I a11y: 4 lernziele (BFSG/EAA datum 28.06.2025, WCAG POUR, semantisches HTML + ARIA als ergänzung, drei kriterien alt-text/kontrast/keyboard)
- block J JS: 4 lernziele auf verstehen-niveau (JS-rolle, DOM, events, framework vs library) — NICHT klausurrelevant per vorschlag

eichmaß: fließsatz, default bloom 'verstehen' (nicht 'anwenden'), lebensweltanker.

4 offene fragen: F als pflicht-synthese?, I tiefer als BFSG-niveau?, H4 anwenden oder konzept?, JS-tiefe ausreichend?

danach: bogen pro kapitel, demo-audit (164 demos vorhanden), slides-rewrite (3 kapitel)
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2026-05-14 16:33:41 +02:00
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# 223015c — Operative Lernziele (Vorschlag, zur Diskussion)
**Status:** Vorschlag, *nicht gelockt*. Du redigierst.
**Basis:** Klausur-Themen-Vorschlag aus `klausur-themen-223015c.md`.
**Eichmaß:** Fließsatz, default Bloom *Verstehen* (nicht *Anwenden*). Lebensweltanker wo sinnvoll.
## Kapitel 1 — Geschichte, Grundlagen & HTML
### Block A — Von-Neumann-Grundlagen
**A.1** Die Studierenden können die fünf Komponenten der Von-Neumann-Architektur (Steuerwerk, Rechenwerk, Speicher, I/O, Bus) benennen und mit der Architektur ihres eigenen Laptops oder Smartphones in Verbindung bringen.
**A.2** Die Studierenden können erklären, warum das *„stored-program"-Prinzip* (Daten und Programm im gleichen Speicher) eine Revolution war — im Vergleich zu ENIAC (Verkabelung neu für jedes Programm).
**A.3** Die Studierenden können die Rolle der Pioniere (Lovelace, Hollerith, Turing, von Neumann, Hopper, Booth, Hamilton) im Konzept der modernen Rechenarchitektur einordnen.
### Block B — Internet-Entstehung
**B.1** Die Studierenden können den historischen Hintergrund von ARPANET (Kalter Krieg, Resilience gegen Atomschlag) benennen und das WWW (1989, Berners-Lee, CERN) zeitlich + technisch unterscheiden.
**B.2** Die Studierenden können den physikalischen Aufbau des heutigen Internets (1,3 Mio. km Unterseekabel, Backbone-Topologie, Bedeutung großer Knotenpunkte wie Frankfurt DE-CIX) skizzieren.
### Block C — TCP/IP-Schichtenmodell
**C.1** Die Studierenden können die 4 Schichten von TCP/IP (Network/Link, Internet, Transport, Application) benennen und ein typisches Protokoll je Schicht zuordnen (Ethernet, IP, TCP/UDP, HTTP).
**C.2** Die Studierenden können erklären, was Encapsulation bedeutet — dass jede Schicht den Datenstrom der höheren Schicht in eigene Header/Trailer einpackt.
**C.3** Die Studierenden können die Bezeichnung der Daten-Einheit pro Schicht benennen (Bit/Frame/Packet/Segment/Data).
**C.4** Die Studierenden können die Unterschiede TCP/IP vs. OSI auf Tabellen-Ebene wiedergeben (4 vs. 7 Schichten, was wo zusammengezogen wurde).
### Block D — Adress-Tripel (IP, MAC, Port)
**D.1** Die Studierenden können erklären, was eine **IP-Adresse** im Internet identifiziert (Endgerät, weltweit eindeutig im Datenfluss) — und können die Notation v4 (4 × 0-255) und v6 (8 × 0-FFFF) lesen.
**D.2** Die Studierenden können erklären, dass eine **MAC-Adresse** auf der Link-Schicht das nächste physische Gerät identifiziert (lokales Netz, 6 Byte hex).
**D.3** Die Studierenden können den **Port** als Identifikator des Ziel-Programms auf einem Endgerät verstehen (z.B. 80 = HTTP, 443 = HTTPS, 22 = SSH).
**D.4** Die Studierenden können das Zusammenspiel am Beispiel `localhost:8080` erklären — IP zur Maschine, Port zum Programm darauf.
### Block E — DNS und HTTP
**E.1** Die Studierenden können den Ablauf eines DNS-Lookups skizzieren (Root → TLD → Authoritative → Records) und erklären, warum Caching die Antwortzeit drastisch reduziert.
**E.2** Die Studierenden können einen HTTP-Request lesen (Method, Path, Header, Body) und seinen Response (Status, Header, Body) deuten.
**E.3** Die Studierenden können die wichtigsten Statuscodes einordnen: 200 (OK), 301 (Moved), 404 (Not Found), 500 (Server Error).
**E.4** Die Studierenden können HTTP/1.1 vs. HTTP/2 vs. HTTP/3 konzeptionell unterscheiden — was wurde verbessert (Header-Komprimierung, Multiplexing, QUIC).
### Block F — Browser-Ablauf-Synthese
**F.1** Die Studierenden können die 7 Schritte vom *Enter im Browser* bis *Pixel am Bildschirm* nacheinander erklären: URL parsen → DNS lookup → TCP-Handshake → TLS-Handshake → HTTP-Request → HTML-Parsing → CSS+JS rendern.
**F.2** Die Studierenden können beispielhaft benennen, was bei einem Fehler passiert (DNS failed → kein Verbindungsaufbau, TLS-Fehler → Warnung im Browser, 404 → leere Seite mit Statuscode).
### Block G — HTML-Grundlagen
**G.1** Die Studierenden können die Tag-Struktur (`<tag attr="wert">Inhalt</tag>`) und ihre Bestandteile (Opening, Closing, Attribute, Inhalt) benennen.
**G.2** Die Studierenden können die wichtigsten **semantischen HTML-Tags** (`header`, `nav`, `main`, `section`, `article`, `aside`, `footer`) und ihren Zweck erklären.
**G.3** Die Studierenden können die Document-Struktur (`<!DOCTYPE html>`, `<html>`, `<head>` mit `meta`, `<body>`) hinschreiben.
**G.4** Die Studierenden können begründen, warum semantische HTML-Tags wichtig sind — für **SEO**, für **Accessibility** (Screen-Reader), für **Wartbarkeit**.
## Kapitel 2 — Netzwerke, Protokolle & CSS
### Block H — CSS-Grundlagen
**H.1** Die Studierenden können das **Box-Model** (Content, Padding, Border, Margin) skizzieren und die Bedeutung von `box-sizing: border-box` erklären.
**H.2** Die Studierenden können die wichtigsten CSS-**Selektoren** lesen und ihre Wirkung erklären: Element (`p`), Klasse (`.btn`), ID (`#header`), Pseudo-Klassen (`:hover`, `:focus`).
**H.3** Die Studierenden können die Bedeutung von **Kaskade** und **Spezifizität** erklären — warum eine `.btn`-Regel eine `p`-Regel überschreibt, eine `#header`-Regel eine `.btn`-Regel.
**H.4** Die Studierenden können **Flexbox** und **Grid** konzeptionell unterscheiden — wann nehme ich welches (1D-Reihe vs. 2D-Gitter)?
### Block I — Barrierefreiheit (A11y)
**I.1** Die Studierenden können das **Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (BFSG)** und den **European Accessibility Act (EAA)** zeitlich und inhaltlich einordnen — dass digitale Produkte ab 28.06.2025 barrierefrei sein müssen.
**I.2** Die Studierenden können die 4 **WCAG-Prinzipien (POUR)** benennen: **P**erceivable, **O**perable, **U**nderstandable, **R**obust.
**I.3** Die Studierenden können erklären, dass **semantisches HTML die Grundlage von A11y** ist — und **ARIA als Ergänzung**, nicht als Ersatz.
**I.4** Die Studierenden können drei konkrete A11y-Kriterien benennen und prüfen können: Alt-Text für Bilder, Farbkontrast 4.5:1 (Text), Keyboard-Navigierbarkeit aller interaktiven Elemente.
## Kapitel 3 — Interaktivität & JavaScript
*Per Klausur-Themen-Vorschlag: **JavaScript ist aktuell NICHT klausurrelevant**. Lernziele auf Verstehen-Niveau (kein Code-Schreiben in der Klausur).*
**J.1** Die Studierenden können die Rolle von **JavaScript im Browser** einordnen — was es kann (DOM manipulieren, auf Events reagieren, fetch, localStorage) und was nicht (lokal Dateien auf der Platte lesen ohne User-Aktion).
**J.2** Die Studierenden können den Begriff **DOM** (Document Object Model) erklären — dass HTML im Browser als manipulierbarer Baum vorliegt.
**J.3** Die Studierenden können den Begriff **Event** erklären — dass User-Aktionen (Klick, Tastendruck) im Browser auslösen, dass JS reagieren kann.
**J.4** Die Studierenden können die Begriffe **Framework** und **Library** unterscheiden und ein Beispiel benennen (React = Library, Vue/Angular = Framework — mit Disclaimer dass die Unterscheidung umstritten ist).
## Anmerkungen
- **Block F (Browser-Ablauf)** ist die Synthese-Stelle — sehr klausurfähig.
- **Block I (A11y)** ist die einzige rechtlich verpflichtende Komponente — BFSG ist neu.
- **Kapitel 3 (JS)** ist mit Absicht auf Verstehen-Niveau gehalten. Wenn du JS in der Klausur willst, müssen wir Block J nach oben skalieren.
## Offene Fragen
1. Block F als Pflicht-Synthese oder optional? *(Vorschlag: Pflicht, weil verbindendes Verständnis.)*
2. Block I (A11y) auf BFSG/EAA-Niveau oder tiefer (konkrete WCAG-Kriterien anwenden)?
3. Block H4 (Flexbox vs Grid) — sollen Studis das anwenden (Code schreiben) oder nur unterscheiden (Konzept)?
4. JS-Lernziele J.1–J.4 — reicht das oder JS soll mehr Tiefe bekommen?