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| marp | theme | paginate | backgroundColor | header | footer | title |
|---|---|---|---|---|---|---|
| true | gaia | true | Fragenkatalog – IT-Grundlagen (223015c) |
Klausurfragen – 223015c
IT-Grundlagen · HdM Stuttgart · M. Czechowski
Stand: 24.06.2026
Legende – Moodle XML-Typen:
[MC]=multichoice(einzelne Auswahl)[MM]=multichoice+<single>false</single>(Mehrfachauswahl)[MATCH]=matching(Zuordnung)[ORDER]=ordering(Reihenfolge)[ESSAY]=essay(Freitext, manuell bewertet)[SHORTANS]=shortanswer(Stichwort/Satz, automatisch geprüft)[NUMERIC]=numerical(Zahlenwert ± Toleranz)[CLOZE]=cloze(Lückentext, gemischt)`
BLOCK A – Von-Neumann-Architektur
A1 – Komponenten zuordnen
Thema: Von-Neumann Grundstruktur
Punkte: 3
Typ: [MATCH]
Ordnen Sie jeder Komponente der Von-Neumann-Architektur ihre Funktion zu.
| Komponente | Funktion |
|---|---|
| Rechenwerk (ALU) | Führt arithmetische und logische Operationen durch |
| Steuerwerk | Holt, dekodiert und steuert die Ausführung von Befehlen |
| Speicherwerk | Enthält sowohl Programme als auch Daten |
| Ein-/Ausgabe | Schnittstelle zu externen Geräten (Tastatur, Bildschirm, Netzwerk) |
| Bus-System | Verbindet alle Komponenten mittels Adress-, Daten- und Steuerbus |
Feedback: Die 5 Komponenten: ALU (Rechnen), Steuerwerk (Befehle steuern), Speicherwerk (Programme UND Daten), Ein-/Ausgabe (Peripherie), Bus-System (Verbindung).
A2 – Welche Komponente ist das?
Thema: Von-Neumann – einzelne Komponente identifizieren
Punkte: 1
Typ: [MC]
Ein Programm besteht aus einer Folge von Befehlen. Eine Komponente der Von-Neumann-Architektur ist für das Abrufen, Dekodieren und Ausführen dieser Befehle zuständig. Welche?
- Rechenwerk (ALU)
- Steuerwerk
- Speicherwerk
- Ein-/Ausgabe
Feedback: Das Steuerwerk (Control Unit) orchestriert den Fetch-Decode-Execute-Zyklus – es ist der „Dirigent" der CPU.
A3 – Von-Neumann: Was wird ermöglicht?
Thema: Von-Neumann – Bedeutung
Punkte: 2
Typ: [MM] (Mehrfachauswahl)
Welche der folgenden Aussagen werden durch die Von-Neumann-Architektur ermöglicht? (Mehrere Antworten möglich)
- Betriebssysteme können verschiedene Programme aus dem Speicher laden.
- Apps können ohne Hardwareänderung installiert werden.
- Der Computer kann nur ein einziges Programm gleichzeitig ausführen.
- Multitasking wird möglich.
- Die Hardware muss für jedes neue Programm physisch umgebaut werden.
- Software kann aktualisiert werden, ohne die Hardware zu ändern.
A3 – Von-Neumann: Was wird ermöglicht? (Lösung)
Thema: Von-Neumann – Bedeutung
Punkte: 2
Typ: [MM] (Mehrfachauswahl)
Welche der folgenden Aussagen werden durch die Von-Neumann-Architektur ermöglicht? (Mehrere Antworten möglich)
- Betriebssysteme können verschiedene Programme aus dem Speicher laden.
- Apps können ohne Hardwareänderung installiert werden.
- Der Computer kann nur ein einziges Programm gleichzeitig ausführen.
- Multitasking wird möglich.
- Die Hardware muss für jedes neue Programm physisch umgebaut werden.
- Software kann aktualisiert werden, ohne die Hardware zu ändern.
Feedback: Kern der Von-Neumann-Architektur: Programme und Daten teilen denselben Speicher → Programme sind austauschbare Daten. Ohne das: kein Betriebssystem, keine Apps, kein Multitasking, keine Updates.
A4 – Von-Neumann: Komponenten erklären
Thema: Von-Neumann – Transfer
Punkte: 3
Typ: [ESSAY]
Erklären Sie die fünf Komponenten der Von-Neumann-Architektur: Rechenwerk (ALU), Steuerwerk, Speicherwerk, Ein-/Ausgabe und Bus-System. Beschreiben Sie für jede Komponente ihre Hauptfunktion in einem Satz.
Musterlösung: Rechenwerk (ALU): Führt arithmetische (Addition, Subtraktion) und logische (AND, OR, NOT) Operationen durch. Steuerwerk: Holt Befehle aus dem Speicher, dekodiert sie und steuert ihre Ausführung (Fetch-Decode-Execute). Speicherwerk: Speichert sowohl Programme als auch Daten im selben Speicher – das Kernprinzip der Von-Neumann-Architektur. Ein-/Ausgabe: Schnittstelle zu externen Geräten wie Tastatur, Bildschirm, Netzwerkkarte. Bus-System: Verbindet alle Komponenten mittels Adress-, Daten- und Steuerbus.
A5 – Von-Neumann vs. Harvard-Architektur
Thema: Von-Neumann – Abgrenzung
Punkte: 2
Typ: [MC]
Was unterscheidet die Von-Neumann-Architektur von der Harvard-Architektur?
- Von-Neumann nutzt mehrere CPUs, Harvard nur eine.
- Bei Von-Neumann liegen Programme und Daten im selben Speicher; die Harvard-Architektur trennt Befehls- und Datenspeicher physisch.
- Die Harvard-Architektur kann keine Schleifen ausführen.
- Es gibt keinen Unterschied – beide Begriffe meinen dasselbe.
A5 – Von-Neumann vs. Harvard-Architektur (Lösung)
Thema: Von-Neumann – Abgrenzung
Punkte: 2
Typ: [MC]
Was unterscheidet die Von-Neumann-Architektur von der Harvard-Architektur?
- Von-Neumann nutzt mehrere CPUs, Harvard nur eine.
- Bei Von-Neumann liegen Programme und Daten im selben Speicher; die Harvard-Architektur trennt Befehls- und Datenspeicher physisch.
- Die Harvard-Architektur kann keine Schleifen ausführen.
- Es gibt keinen Unterschied – beide Begriffe meinen dasselbe.
Feedback: Kernunterschied: gemeinsamer Speicher (Von-Neumann) gegenüber getrennten Speichern für Befehle und Daten (Harvard). Der gemeinsame Speicher macht Programme zu austauschbaren Daten – die Grundlage für ladbare Software.
BLOCK B – Netzwerk-Grundlagen (Client-Server & TCP/IP)
B0 – Client-Server: Begriffe zuordnen
Thema: Client-Server-Modell – Grundbegriffe
Punkte: 3
Typ: [MATCH]
Ordnen Sie jedem Begriff des Client-Server-Modells seine Beschreibung zu.
Begriff:
- Host
- Client
- Server
- Request
- Response
- Protokoll
Beschreibung (ungeordnet):
- Regeln für die Kommunikation (z. B. TCP, HTTP)
- Die Antwort des Servers
- Die Anfrage des Clients
- Host bzw. Anwendung mit der Antwort (z. B. Webserver)
- Host bzw. Anwendung mit einer Anfrage (z. B. Browser)
- Ein netzwerkfähiger Rechner (Laptop, Smartphone, Display in der S-Bahn)
B0 – Client-Server: Begriffe zuordnen (Lösung)
Thema: Client-Server-Modell – Grundbegriffe
Punkte: 3
Typ: [MATCH]
Ordnen Sie jedem Begriff des Client-Server-Modells seine Beschreibung zu.
| Begriff | Beschreibung |
|---|---|
| Host | Ein netzwerkfähiger Rechner (Laptop, Smartphone, Display in der S-Bahn) |
| Client | Host bzw. Anwendung mit einer Anfrage (z. B. Browser) |
| Server | Host bzw. Anwendung mit der Antwort (z. B. Webserver) |
| Request | Die Anfrage des Clients |
| Response | Die Antwort des Servers |
| Protokoll | Regeln für die Kommunikation (z. B. TCP, HTTP) |
Feedback: Das Web folgt dem Client-Server-Modell: Ein Client sendet einen Request, ein Server liefert eine Response – nach den Regeln eines Protokolls. Host = der Rechner, Client/Server = die Rollen, die er dabei einnimmt.
B0a – Was ist das Client-Server-Modell?
Thema: Client-Server-Modell – Grundprinzip
Punkte: 1
Typ: [MC]
Ein Browser fordert eine Webseite an, ein Webserver liefert sie aus. Wie heißt dieses Grundmodell des Web?
- Client-Server-Modell: Ein Client stellt eine Anfrage (Request), ein Server antwortet (Response).
- Peer-to-Peer-Modell: Alle Geräte sind gleichberechtigt und tauschen direkt Daten aus.
- Broadcast-Modell: Ein Server sendet ununterbrochen an alle Geräte im Netz.
- Master-Slave-Modell: Der Browser steuert den Server fern.
B0a – Was ist das Client-Server-Modell? (Lösung)
Thema: Client-Server-Modell – Grundprinzip
Punkte: 1
Typ: [MC]
Ein Browser fordert eine Webseite an, ein Webserver liefert sie aus. Wie heißt dieses Grundmodell des Web?
- Client-Server-Modell: Ein Client stellt eine Anfrage (Request), ein Server antwortet (Response).
- Peer-to-Peer-Modell: Alle Geräte sind gleichberechtigt und tauschen direkt Daten aus.
- Broadcast-Modell: Ein Server sendet ununterbrochen an alle Geräte im Netz.
- Master-Slave-Modell: Der Browser steuert den Server fern.
Feedback: Im Client-Server-Modell hat jede Seite eine feste Rolle: Der Client fragt an (Request), der Server antwortet (Response). Derselbe Host kann je nach Situation Client oder Server sein.
B0b – Client-Server: Lückentext
Thema: Client-Server-Modell – Terminologie
Punkte: 2
Typ: [CLOZE]
Das Web folgt dem Client-Server-Modell: Ein [] sendet einen [], ein [] liefert eine [] – nach den Regeln eines [___] (z. B. HTTP).
B0b – Client-Server: Lückentext (Lösung)
Thema: Client-Server-Modell – Terminologie
Punkte: 2
Typ: [CLOZE]
Das Web folgt dem Client-Server-Modell: Ein 1:Client sendet einen 2:Request, ein 3:Server liefert eine 4:Response – nach den Regeln eines 5:Protokolls (z. B. HTTP).
Feedback: Client = fragt an, Server = antwortet, Request = Anfrage, Response = Antwort, Protokoll = die Regeln, nach denen beide kommunizieren.
B1 – Protokoll → TCP/IP-Schicht zuordnen
Thema: TCP/IP-Schichtmodell – Zuordnung
Punkte: 3
Typ: [MATCH]
Ordnen Sie jedem Protokoll die richtige TCP/IP-Schicht zu.
| Protokoll | Schicht |
|---|---|
| HTTP | Anwendung |
| DNS | Anwendung |
| TCP | Transport |
| UDP | Transport |
| IP | Internet |
| Ethernet | Netzzugang |
| WLAN | Netzzugang |
Feedback: Anwendung: HTTP, DNS, SMTP, FTP. Transport: TCP, UDP. Internet: IP. Netzzugang: Ethernet, WLAN.
B2 – Welche Schicht ist das? (einzeln)
Thema: TCP/IP – einzelne Schicht identifizieren
Punkte: 1
Typ: [MC]
Das Protokoll IP arbeitet auf welcher TCP/IP-Schicht?
- Anwendung
- Transport
- Internet
- Netzzugang
Feedback: IP (Internet Protocol) arbeitet auf der Internet-Schicht – dort werden Pakete adressiert und geroutet.
B3 – Schicht-Funktion beschreiben
Thema: TCP/IP – Funktionen der Schichten
Punkte: 2
Typ: [ESSAY]
Beschreiben Sie in einem Satz pro Schicht die Hauptfunktion jeder der vier TCP/IP-Schichten (Anwendung, Transport, Internet, Netzzugang).
Musterlösung: Anwendung: Stellt Protokolle für spezifische Dienste bereit (HTTP für Web, SMTP für Mail). Transport: Sorgt für zuverlässige (TCP) oder schnelle (UDP) Übertragung zwischen zwei Endpunkten. Internet: Adressiert und routet Pakete über Netzwerkgrenzen hinweg mittels IP. Netzzugang: Übertragen von Frames auf einem physischen Übertragungsweg (Ethernet, WLAN).
B4 – Was ist eine MAC-Adresse?
Thema: MAC-Adresse – Konzept
Punkte: 1
Typ: [MC]
Was identifiziert eine MAC-Adresse?
- Den konkreten Dienst (z. B. Webserver) auf einem Computer.
- Den Computer im globalen Internet über Netzwerkgrenzen hinweg.
- Die Netzwerkkarte eines Geräts auf einem lokalen Netzwerksegment.
- Die Routen, die ein Paket durch das Internet nimmt.
B4 – Was ist eine MAC-Adresse? (Lösung)
Thema: MAC-Adresse – Konzept
Punkte: 1
Typ: [MC]
Was identifiziert eine MAC-Adresse?
- Den konkreten Dienst (z. B. Webserver) auf einem Computer.
- Den Computer im globalen Internet über Netzwerkgrenzen hinweg.
- Die Netzwerkkarte eines Geräts auf einem lokalen Netzwerksegment.
- Die Routen, die ein Paket durch das Internet nimmt.
Feedback: MAC = Media Access Control. Sie ist eine 48-Bit-Adresse, die einer Netzwerkkarte ab Werk zugewiesen wird – lokal, ein Hop.
B5 – Was ist eine IP-Adresse?
Thema: IP-Adresse – Konzept
Punkte: 1
Typ: [MC]
Was identifiziert eine IP-Adresse?
- Die Netzwerkkarte eines Geräts auf einem lokalen Segment.
- Ein Gerät (Host) im globalen Internet – sie ermöglicht das Routing über Netzwerkgrenzen.
- Den Dienst, der auf einem bestimmten Port läuft.
- Die physische Leitung zwischen zwei Computern.
B5 – Was ist eine IP-Adresse? (Lösung)
Thema: IP-Adresse – Konzept
Punkte: 1
Typ: [MC]
Was identifiziert eine IP-Adresse?
- Die Netzwerkkarte eines Geräts auf einem lokalen Segment.
- Ein Gerät (Host) im globalen Internet – sie ermöglicht das Routing über Netzwerkgrenzen.
- Den Dienst, der auf einem bestimmten Port läuft.
- Die physische Leitung zwischen zwei Computern.
Feedback: IP = Internet Protocol. Die IP-Adresse ist der globale „Hausnummer" eines Geräts – routing-tauglich, im Gegensatz zur lokalen MAC-Adresse.
B6 – Was ist eine Port-Nummer?
Thema: Port – Konzept
Punkte: 1
Typ: [MC]
Wozu dient eine Port-Nummer auf dem Zielrechner?
- Sie bestimmt die Geschwindigkeit der Verbindung.
- Sie identifiziert das Gerät im Netzwerk.
- Sie adressiert den konkreten Dienst bzw. die Anwendung auf dem Computer (z. B. Webserver auf 80, HTTPS auf 443).
- Sie zeigt an, ob das Gerät per WLAN oder Kabel verbunden ist.
B6 – Was ist eine Port-Nummer? (Lösung)
Thema: Port – Konzept
Punkte: 1
Typ: [MC]
Wozu dient eine Port-Nummer auf dem Zielrechner?
- Sie bestimmt die Geschwindigkeit der Verbindung.
- Sie identifiziert das Gerät im Netzwerk.
- Sie adressiert den konkreten Dienst bzw. die Anwendung auf dem Computer (z. B. Webserver auf 80, HTTPS auf 443).
- Sie zeigt an, ob das Gerät per WLAN oder Kabel verbunden ist.
Feedback: IP = „Welches Gebäude?", Port = „Welche Tür im Gebäude?" (welcher Dienst soll die Anfrage empfangen).
B7 – IP, MAC, Port: Zuordnung
Thema: Adressierung – Unterschiede auf einen Blick
Punkte: 2
Typ: [MATCH]
Ordnen Sie jeder Adresse ihre Beschreibung zu.
Adresse:
- IP-Adresse
- MAC-Adresse
- Port-Nummer
Beschreibung (ungeordnet):
- Adressiert einen bestimmten Dienst auf einem Computer
- Lokale Adresse einer Netzwerkkarte – nur innerhalb eines Segments gültig
- Globale Adresse eines Geräts – ermöglicht Routing über Netzwerkgrenzen
B7 – IP, MAC, Port: Zuordnung (Lösung)
Thema: Adressierung – Unterschiede auf einen Blick
Punkte: 2
Typ: [MATCH]
Ordnen Sie jeder Adresse ihre Beschreibung zu.
| Adresse | Beschreibung |
|---|---|
| IP-Adresse | Globale Adresse eines Geräts – ermöglicht Routing über Netzwerkgrenzen |
| MAC-Adresse | Lokale Adresse einer Netzwerkkarte – nur innerhalb eines Segments gültig |
| Port-Nummer | Adressiert einen bestimmten Dienst auf einem Computer |
Feedback: Drei Ebenen der Adressierung: Gerät global (IP), Gerät lokal (MAC), Dienst auf dem Gerät (Port).
B7a – IP, MAC, Port: Drei Ebenen erklären
Thema: Adressierung – Transfer
Punkte: 3
Typ: [ESSAY]
Erklären Sie die drei Adressierungsebenen IP-Adresse, MAC-Adresse und Port-Nummer. Beschreiben Sie für jede: (1) was sie identifiziert, (2) auf welcher Ebene sie gilt (lokal/global), (3) eine Analogie aus dem Alltag.
B7a – IP, MAC, Port: Drei Ebenen erklären (Lösung)
Thema: Adressierung – Transfer
Punkte: 3
Typ: [ESSAY]
Erklären Sie die drei Adressierungsebenen IP-Adresse, MAC-Adresse und Port-Nummer. Beschreiben Sie für jede: (1) was sie identifiziert, (2) auf welcher Ebene sie gilt (lokal/global), (3) eine Analogie aus dem Alltag.
Musterlösung: IP-Adresse: Identifiziert ein Gerät im Internet. Global gültig, ermöglicht Routing über Netzwerkgrenzen. Analogie: „Postanschrift eines Hauses". MAC-Adresse: Identifiziert eine Netzwerkkarte. Nur lokal gültig (ein Hop). Analogie: „Seriennummer des Briefkastens". Port-Nummer: Identifiziert einen Dienst auf dem Gerät. Analogie: „Türnummer in einem Mehrfamilienhaus" – IP sagt welches Haus, Port sagt welche Wohnung.
B7b – Adressen & Identitäten: Begriffe zuordnen
Thema: Adressierung – Glossar (IP, MAC, Port, DNS, Domain)
Punkte: 3
Typ: [MATCH]
Ordnen Sie jedem Begriff seine Beschreibung bzw. sein Beispiel zu.
Begriff:
- IP-Adresse
- MAC-Adresse
- Port
- DNS
- Domain
- Host
Was ist das? / Beispiel (ungeordnet):
- Ein netzwerkfähiger Rechner (Laptop, Smartphone)
- Menschenlesbarer Name – z. B.
hdm-stuttgart.de - „Telefonbuch": übersetzt einen Namen in eine IP
- Nummer eines Programms bzw. Dienstes – z. B.
80,443,22 - Hardware-Adresse der Netzwerkkarte – z. B.
aa:bb:cc:dd:ee:ff - Globale Adresse im Internet – z. B.
212.132.79.37
B7b – Adressen & Identitäten: Begriffe zuordnen (Lösung)
Thema: Adressierung – Glossar (IP, MAC, Port, DNS, Domain)
Punkte: 3
Typ: [MATCH]
Ordnen Sie jedem Begriff seine Beschreibung bzw. sein Beispiel zu.
| Begriff | Was ist das? / Beispiel |
|---|---|
| IP-Adresse | Globale Adresse im Internet – z. B. 212.132.79.37 |
| MAC-Adresse | Hardware-Adresse der Netzwerkkarte – z. B. aa:bb:cc:dd:ee:ff |
| Port | Nummer eines Programms bzw. Dienstes – z. B. 80, 443, 22 |
| DNS | „Telefonbuch": übersetzt einen Namen in eine IP |
| Domain | Menschenlesbarer Name – z. B. hdm-stuttgart.de |
| Host | Ein netzwerkfähiger Rechner (Laptop, Smartphone) |
Feedback: IP = global, MAC = lokal (Hardware), Port = Programm auf dem Host, DNS = Name→IP, Domain = der lesbare Name, Host = der Rechner selbst.
B5a – IP-Adresse: Beispiel erkennen
Thema: IP-Adresse – Format/Beispiel
Punkte: 1
Typ: [MC]
Welche der folgenden Angaben ist eine IP-Adresse (IPv4)?
212.132.79.37aa:bb:cc:dd:ee:ffhdm-stuttgart.de443
B5a – IP-Adresse: Beispiel erkennen (Lösung)
Thema: IP-Adresse – Format/Beispiel
Punkte: 1
Typ: [MC]
Welche der folgenden Angaben ist eine IP-Adresse (IPv4)?
212.132.79.37aa:bb:cc:dd:ee:ffhdm-stuttgart.de443
Feedback: IPv4 = vier durch Punkte getrennte Zahlen (0–255).
aa:bb:cc:dd:ee:ffist eine MAC,hdm-stuttgart.deeine Domain,443ein Port.
B4a – MAC-Adresse: Eigenschaften
Thema: MAC-Adresse – Format/Eigenschaften
Punkte: 1
Typ: [MC]
Welche Aussage über die MAC-Adresse aa:bb:cc:dd:ee:ff ist korrekt?
- Sie ist die Hardware-Adresse der Netzwerkkarte, ab Werk vergeben und nur im lokalen Netz relevant.
- Sie wird vom Internet-Provider zugewiesen und ermöglicht globales Routing.
- Sie identifiziert ein bestimmtes Programm auf dem Rechner.
- Sie ändert sich, sobald der Rechner eine neue Webseite aufruft.
B4a – MAC-Adresse: Eigenschaften (Lösung)
Thema: MAC-Adresse – Format/Eigenschaften
Punkte: 1
Typ: [MC]
Welche Aussage über die MAC-Adresse aa:bb:cc:dd:ee:ff ist korrekt?
- Sie ist die Hardware-Adresse der Netzwerkkarte, ab Werk vergeben und nur im lokalen Netz relevant.
- Sie wird vom Internet-Provider zugewiesen und ermöglicht globales Routing.
- Sie identifiziert ein bestimmtes Programm auf dem Rechner.
- Sie ändert sich, sobald der Rechner eine neue Webseite aufruft.
Feedback: MAC = Media Access Control. 48 Bit, in Hex notiert (
aa:bb:cc:dd:ee:ff), ab Werk in die Netzwerkkarte eingebrannt, nur lokal (ein Hop) gültig. Globales Routing macht die IP, das Programm adressiert der Port.
B6a – Port: Well-Known Ports zuordnen
Thema: Port – bekannte Portnummern
Punkte: 2
Typ: [MATCH]
Ordnen Sie jeder Portnummer den passenden Dienst zu.
Port:
- 80
- 443
- 22
- 53
Dienst (ungeordnet):
- DNS (Namensauflösung)
- SSH (verschlüsselte Fernwartung)
- HTTPS (Web, verschlüsselt)
- HTTP (Web, unverschlüsselt)
B6a – Port: Well-Known Ports zuordnen (Lösung)
Thema: Port – bekannte Portnummern
Punkte: 2
Typ: [MATCH]
Ordnen Sie jeder Portnummer den passenden Dienst zu.
| Port | Dienst |
|---|---|
| 80 | HTTP (Web, unverschlüsselt) |
| 443 | HTTPS (Web, verschlüsselt) |
| 22 | SSH (verschlüsselte Fernwartung) |
| 53 | DNS (Namensauflösung) |
Feedback: Well-Known Ports (0–1023) sind festen Diensten zugeordnet. 80 = HTTP, 443 = HTTPS, 22 = SSH, 53 = DNS. Der Port sagt dem Host, welches Programm die Anfrage bekommt.
B8 – MAC ändert sich, IP nicht: Warum?
Thema: IP vs. MAC beim Routing – Transfer
Punkte: 2
Typ: [ESSAY]
Ein Paket reist von Ihrem Laptop zu einem Webserver über mehrere Router. Erklären Sie in 2–3 Sätzen, warum die MAC-Adresse an jedem Router neu gesetzt wird, während die IP-Adresse des Ziel-Servers konstant bleibt.
Musterlösung: Die IP-Adresse des Ziel-Servers bleibt konstant, weil sie das globale Routingziel identifiziert – jeder Router nutzt sie, um das nächste Hop zu bestimmen. Die MAC-Adresse hingegen gilt nur für ein einzelnes Netzwerksegment (einen „Hop"). An jedem Router wird ein neuer Frame erstellt mit der MAC des nächsten Hops als Ziel – die alte MAC wird verworfen.
B9 – Encapsulation: Dateneinheit → Schicht
Thema: Encapsulation – Zuordnung
Punkte: 3
Typ: [MATCH]
Bei der Übertragung wird eine Nachricht von Schicht zu Schicht verpackt. Ordnen Sie jeder Dateneinheit die zugehörige Schicht und was hinzugefügt wird.
| Dateneinheit | Schicht + Was wird ergänzt |
|---|---|
| Daten | Anwendungsschicht – die eigentliche Nachricht (z. B. HTML-Seite) |
| Segment | Transportschicht – Daten + Ports und Sequenznummern |
| Paket | Internetschicht – Segment + IP-Adressen (Quelle und Ziel) |
| Frame | Netzzugangsschicht – Paket + MAC-Adressen und Prüfsumme |
Feedback: D-S-P-F: Daten → Segment → Paket → Frame. Jede Schicht fügt einen Header (und beim Frame auch einen Trailer) hinzu.
B10 – Encapsulation: Reihenfolge sortieren
Thema: Encapsulation – Reihenfolge
Punkte: 2
Typ: [ORDER]
Sortieren Sie die Dateneinheiten in der Reihenfolge, wie sie beim Senden entstehen (von innen nach außen):
- Frame
- Paket
- Segment
- Daten
B10 – Encapsulation: Reihenfolge sortieren (Lösung)
Thema: Encapsulation – Reihenfolge
Punkte: 2
Typ: [ORDER]
Sortieren Sie die Dateneinheiten in der Reihenfolge, wie sie beim Senden entstehen (von innen nach außen):
- Daten
- Segment
- Paket
- Frame
Feedback: Zwiebelprinzip: Die Anwendung erzeugt Daten → Transport verpackt zu einem Segment → Internet zu einem Paket → Netzzugang zum Frame.
B11 – Decapsulation: Umgekehrte Reihenfolge
Thema: Decapsulation – Empfänger-Seite
Punkte: 2
Typ: [MC]
Wenn der Server das Signal empfängt, passiert Decapsulation. In welcher Reihenfolge werden die Header entfernt?
- Anwendung → Transport → Internet → Netzzugang
- Alle Header werden gleichzeitig entfernt, sobald die Daten im RAM liegen.
- Netzzugang (Ethernet-Header weg) → Internet (IP-Header weg) → Transport (TCP-Header weg) → Daten.
- Internet → Netzzugang → Transport → Anwendung
Feedback: Das Auspacken erfolgt in umgekehrter Reihenfolge wie das Einpacken – der äußerste Header (Frame) wird zuerst entfernt.
B12 – Encapsulation: Lückentext
Thema: Encapsulation – Terminologie
Punkte: 2
Typ: [CLOZE]
Bei der Übertragung wird eine Nachricht von Schicht zu Schicht verpackt. Die Transportschicht erzeugt ein 1:Segment, die Internetschicht ein 2:Paket, und die Netzzugangsschicht einen 3:Frame. Am Empfänger wird dieses in 4:umgekehrter Reihenfolge wieder abgepackt (Decapsulation).
Feedback: D-S-P-F vorwärts beim Senden, F-P-S-D beim Empfangen. Jeder Name beschreibt die Dateneinheit mit allen bis zu dieser Schicht hinzugefügten Headern.
B13 – TCP vs. UDP: Videostreaming
Thema: TCP vs. UDP – Echtzeit-Szenario
Punkte: 2
Typ: [MC]
Ein Videostreaming-Dienst sendet Daten an Ihren Browser. Ein einzelnes Paket geht verloren. Warum wählt der Dienst UDP statt TCP?
- UDP sendet jedes Paket doppelt, daher geht statistisch nie etwas verloren.
- Bei Echtzeit ist Verzögerung schlimmer als Verlust. TCP würde das Paket erneut anfordern → Video friert ein. UDP ignoriert es → kurzer Glitch, Video läuft weiter.
- TCP kann bei Videostreaming nicht verwendet werden, da es zu langsam für Multimedia ist.
- UDP ist immer schneller als TCP – deshalb nutzt jeder Streaming-Dienst UDP.
Feedback: Der Kern: Bei Echtzeit zählt Latenz, nicht Vollständigkeit. Ein fehlendes Frame ist besser als ein eingefrorenes Video.
B13a – TCP vs. UDP: Eigenschaften vergleichen
Thema: TCP vs. UDP – Vergleich
Punkte: 3
Typ: [ESSAY]
Vergleichen Sie TCP und UDP. Beschreiben Sie für jedes Protokoll: (1) ob es verbindungsorientiert ist, (2) ob es Zuverlässigkeit garantiert, (3) einen konkreten Anwendungsfall mit Begründung.
Musterlösung: TCP: Verbindungsorientiert (3-Way-Handshake). Garantiert Zuverlässigkeit: Sequenznummern, Bestätigungen (ACK), erneutes Senden bei Verlust. Anwendung: Dateiübertragung, E-Mail – jedes Byte muss ankommen. UDP: Verbindungslos („fire and forget"). Keine Garantie für Lieferung oder Reihenfolge. Anwendung: Videostreaming, Online-Gaming – Latenz wichtiger als Vollständigkeit, ein verlorenes Paket wird ignoriert statt nachgefordert.
B14 – TCP vs. UDP: Unterschiede beschreiben
Thema: TCP vs. UDP – Konzept-Vergleich
Punkte: 2
Typ: [ESSAY]
Nennen Sie zwei wesentliche Unterschiede zwischen TCP und UDP und geben Sie für jeden einen konkreten Anwendungsfall an, in dem genau dieses Eigenschaftspaar ausschlaggebend ist.
Musterlösung: (1) TCP ist verbindungsorientiert und zuverlässig (Handshake, Sequenznummern, ACK) → ideal für Dateiübertragung, wo jedes Byte zählt. (2) UDP ist verbindungslos und schneller, aber ohne Garantie für Lieferung oder Reihenfolge → ideal für Echtzeit-Anwendungen wie Videostreaming oder Online-Gaming, wo Latenz wichtiger als Vollständigkeit ist.
B15 – TCP vs. UDP: Richtig oder Falsch?
Thema: TCP vs. UDP – Aussagen prüfen
Punkte: 1
Typ: [MC]
„UDP garantiert, dass alle Pakete in der richtigen Reihenfolge ankommen."
Diese Aussage ist …
- …korrekt – UDP nutzt Sequenznummern wie TCP.
- …falsch – UDP bietet keine Garantie für Reihenfolge noch für Lieferung.
- …korrekt – UDP ist sogar zuverlässiger als TCP.
- …falsch – UDP existiert gar nicht mehr in modernen Netzwerken.
Feedback: UDP = „fire and forget". Keine Verbindung, keine Sequenznummern, keine Bestätigung. Genau deshalb ist es schneller.
B16 – TCP 3-Way-Handshake: SYN geht verloren
Thema: TCP-Verbindungsaufbau – Störfall
Punkte: 2
Typ: [MC]
Der Client sendet ein SYN zum Server. Das SYN-Paket geht verloren – es erreicht den Server nie. Was passiert als nächstes?
- Der Server sendet trotzdem ein SYN-ACK, da die IP-Adresse bekannt ist.
- Der Server kennt die Anfrage nicht → sendet kein SYN-ACK → der Client erhält keine Antwort → keine Verbindung. Der Client sendet das SYN nach einem Timeout erneut.
- Der Client sendet direkt ein ACK als Fallback – Verbindung mit zwei Paketen.
- Das verloren gegangene SYN wird vom Netzwerk automatisch rekonstruiert.
Feedback: Ohne SYN beim Server: kein SYN-ACK, kein Handshake, keine Verbindung. TCP retransmittiert nach Timeout.
B17 – TCP 3-Way-Handshake: Ablauf beschreiben
Thema: TCP-Verbindungsaufbau – Konzept
Punkte: 2
Typ: [ESSAY]
Beschreiben Sie die drei Schritte des TCP 3-Way-Handshakes. Erklären Sie, warum alle drei Schritte nötig sind, bevor Daten gesendet werden.
Musterlösung: (1) Client → Server: SYN („Ich will eine Verbindung aufbauen"). (2) Server → Client: SYN-ACK (「Ich bestätige das und will auch eine Verbindung"). (3) Client → Server: ACK ("Bestätigt"). Alle drei Schritte sind nötig, damit beide Seiten wissen, dass die andere die Verbindung akzeptiert hat – erst dann kann zuverlässiger Datenaustausch beginnen.
B18 – TCP Sequenznummern: Wozu?
Thema: TCP – Sequenznummern
Punkte: 1
Typ: [MC]
Welches Problem lösen Sequenznummern im TCP-Header konkret?
- Sie verhindern, dass Hacker die Verbindung abhören können.
- Pakete können in falscher Reihenfolge ankommen. Sequenznummern erlauben das korrekte Sortieren beim Empfänger.
- Sie zählen, wie viele Benutzende gleichzeitig auf dem Server sind.
- Sie bestimmen die maximale Größe einer Datei.
Feedback: IP-Pakete können unterschiedliche Routen nehmen → Part 3 kommt vor Part 1. TCP sortiert sie anhand der Sequenznummern wieder.
BLOCK C – HTTP
C1 – HTTP-Methoden: Zuordnung
Thema: HTTP-Methoden – Was macht was
Punkte: 2
Typ: [MATCH]
Ordnen Sie jeder HTTP-Methode ihre Hauptfunktion zu.
Methode:
- GET
- POST
- PUT
- DELETE
Hauptfunktion (ungeordnet):
- Löscht eine Ressource auf dem Server
- Ersetzt eine existierende Ressource vollständig
- Erstellt eine neue Ressource auf dem Server
- Ruft eine Ressource ab (nur lesen)
C1 – HTTP-Methoden: Zuordnung (Lösung)
Thema: HTTP-Methoden – Was macht was
Punkte: 2
Typ: [MATCH]
Ordnen Sie jeder HTTP-Methode ihre Hauptfunktion zu.
| Methode | Hauptfunktion |
|---|---|
| GET | Ruft eine Ressource ab (nur lesen) |
| POST | Erstellt eine neue Ressource auf dem Server |
| PUT | Ersetzt eine existierende Ressource vollständig |
| DELETE | Löscht eine Ressource auf dem Server |
Feedback: CRUD-Mapping: GET=Read, POST=Create, PUT=Update, DELETE=Delete.
C2 – POST vs. PUT: Unterschied
Thema: HTTP-Methoden – POST vs. PUT
Punkte: 1
Typ: [MC]
Eine Person erstellt einen neuen Blog-Eintrag auf einer Webseite. Welche HTTP-Methode wird verwendet?
- POST – eine neue Ressource wird erstellt.
- PUT – PUT wird immer verwendet, wenn Daten gesendet werden.
- GET – GET kann auch Daten senden mit URL-Parametern.
- DELETE – DELETE erstellt und löscht gleichzeitig.
C2 – POST vs. PUT: Unterschied (Lösung)
Thema: HTTP-Methoden – POST vs. PUT
Punkte: 1
Typ: [MC]
Eine Person erstellt einen neuen Blog-Eintrag auf einer Webseite. Welche HTTP-Methode wird verwendet?
- POST – eine neue Ressource wird erstellt.
- PUT – PUT wird immer verwendet, wenn Daten gesendet werden.
- GET – GET kann auch Daten senden mit URL-Parametern.
- DELETE – DELETE erstellt und löscht gleichzeitig.
Feedback: POST = „Erstelle etwas Neues". PUT = „Ersetze etwas Bestehendes". Neuer Blog-Eintrag → POST.
C3 – PUT: Profilbild ersetzen
Thema: HTTP-Methoden – PUT im Szenario
Punkte: 1
Typ: [MC]
Eine Person aktualisiert ihr Profilbild – das alte Bild wird durch ein neues ersetzt. Welche HTTP-Methode?
- GET – GET kann auch Daten senden.
- PUT – ersetzt eine existierende Ressource.
- POST – POST ist immer für das Ersetzen zuständig.
- DELETE – DELETE sendet das neue Foto und löscht das alte.
C3 – PUT: Profilbild ersetzen (Lösung)
Thema: HTTP-Methoden – PUT im Szenario
Punkte: 1
Typ: [MC]
Eine Person aktualisiert ihr Profilbild – das alte Bild wird durch ein neues ersetzt. Welche HTTP-Methode?
- GET – GET kann auch Daten senden.
- PUT – ersetzt eine existierende Ressource.
- POST – POST ist immer für das Ersetzen zuständig.
- DELETE – DELETE sendet das neue Foto und löscht das alte.
Feedback: „Ersetzen einer existierenden Ressource" = PUT. POST wäre, wenn ein völlig neues Bild erstellt würde, ohne dass ein vorhandenes überschrieben wird.
C4 – DELETE: Wann nutzen?
Thema: HTTP-Methoden – DELETE im Szenario
Punkte: 1
Typ: [MC]
Eine Person löscht einen von ihr erstellten Kommentar auf einer Webseite. Welche HTTP-Methode wird der Browser im Hintergrund verwenden?
- GET – GET kann auch Löschvorgänge auslösen.
- POST – POST ist die Standardmethode für alle Änderungen.
- PUT – PUT löscht und ersetzt gleichzeitig.
- DELETE – der Kommentar wird vom Server entfernt.
C4 – DELETE: Wann nutzen? (Lösung)
Thema: HTTP-Methoden – DELETE im Szenario
Punkte: 1
Typ: [MC]
Eine Person löscht einen von ihr erstellten Kommentar auf einer Webseite. Welche HTTP-Methode wird der Browser im Hintergrund verwenden?
- GET – GET kann auch Löschvorgänge auslösen.
- POST – POST ist die Standardmethode für alle Änderungen.
- PUT – PUT löscht und ersetzt gleichzeitig.
- DELETE – der Kommentar wird vom Server entfernt.
Feedback: DELETE = „Entferne diese Ressource vom Server." Konkret: der Kommentar wird anhand seiner URL/ID identifiziert und gelöscht.
C5 – GET: Warum nicht für Passwörter?
Thema: HTTP-Methoden – GET Sicherheit
Punkte: 2
Typ: [MC]
Warum sollte man niemals GET verwenden, um sensible Daten (z. B. ein Passwort) an den Server zu senden?
- GET ist langsamer als POST – Passwörter müssen schnell übertragen werden.
- Bei GET stehen die Daten sichtbar in der URL (Browser-Verlauf, Server-Logs, Proxy-Server). Bei POST sind sie im Body versteckt.
- GET erlaubt nur Zahlen, keine Buchstaben.
- GET wird vom Server nie verschlüsselt, POST immer.
Feedback: GET-Parameter hängen an der URL (
?pw=123). Diese ist in History, Logs, Proxies sichtbar. HTTPS verschlüsselt zwar beides auf der Leitung, aber die URL selbst wird an zu vielen Stellen gespeichert.
C6 – Status-Codes: Kategorisierung
Thema: HTTP Status-Codes – Bedeutung der ersten Ziffer
Punkte: 2
Typ: [MATCH]
Ordnen Sie jeder ersten Ziffer eines HTTP-Status-Codes ihre Bedeutung zu.
Erste Ziffer:
- 2xx
- 3xx
- 4xx
- 5xx
Bedeutung (ungeordnet):
- Server-Fehler – der Server hat ein Problem
- Client-Fehler – die Anfrage der Anfragenden war fehlerhaft
- Weiterleitung – die Ressource wurde verschoben
- Erfolg – die Anfrage wurde erfolgreich verarbeitet
C6 – Status-Codes: Kategorisierung (Lösung)
Thema: HTTP Status-Codes – Bedeutung der ersten Ziffer
Punkte: 2
Typ: [MATCH]
Ordnen Sie jeder ersten Ziffer eines HTTP-Status-Codes ihre Bedeutung zu.
| Erste Ziffer | Bedeutung |
|---|---|
| 2xx | Erfolg – die Anfrage wurde erfolgreich verarbeitet |
| 3xx | Weiterleitung – die Ressource wurde verschoben |
| 4xx | Client-Fehler – die Anfrage der Anfragenden war fehlerhaft |
| 5xx | Server-Fehler – der Server hat ein Problem |
Feedback: Die erste Ziffer = Kategorie. 200 OK, 301 Moved, 404 Not Found, 503 Service Unavailable – die Kategorie sagt Ihnen sofort, wo das Problem liegt.
C7 – 503: Server-Fehler erkläre
Thema: HTTP Status-Codes – 5xx Transfer
Punkte: 1
Typ: [MC]
Sie rufen eine Webseite auf und erhalten HTTP/2 503 Service Unavailable. Was bedeutet das?
- Sie haben die falsche URL eingegeben.
- Der Server hat die Anfrage erfolgreich umgeleitet.
- Der Server ist überlastet oder temporär nicht verfügbar – Verantwortung liegt beim Betreiber.
- Der Server hat die Seite dauerhaft verschoben.
C7 – 503: Server-Fehler erkläre (Lösung)
Thema: HTTP Status-Codes – 5xx Transfer
Punkte: 1
Typ: [MC]
Sie rufen eine Webseite auf und erhalten HTTP/2 503 Service Unavailable. Was bedeutet das?
- Sie haben die falsche URL eingegeben.
- Der Server hat die Anfrage erfolgreich umgeleitet.
- Der Server ist überlastet oder temporär nicht verfügbar – Verantwortung liegt beim Betreiber.
- Der Server hat die Seite dauerhaft verschoben.
Feedback: 5xx = Server-Problem. Sie als Client können nur später erneut versuchen. Der Betreiber muss das lösen.
C8 – 404: Wer hat „Schuld"?
Thema: HTTP Status-Codes – 4xx Transfer
Punkte: 1
Typ: [MC]
Sie erhalten einen 404-Fehler. Wer ist für die Ursache verantwortlich?
- Der Server ist abgestürzt.
- Das Internet ist ausgefallen.
- Der Client (Anfragende) – eine URL wurde angefordert, die nicht existiert (Tippfehler oder veralteter Link).
- Der DNS-Server konnte den Namen nicht auflösen.
C8 – 404: Wer hat „Schuld"? (Lösung)
Thema: HTTP Status-Codes – 4xx Transfer
Punkte: 1
Typ: [MC]
Sie erhalten einen 404-Fehler. Wer ist für die Ursache verantwortlich?
- Der Server ist abgestürzt.
- Das Internet ist ausgefallen.
- Der Client (Anfragende) – eine URL wurde angefordert, die nicht existiert (Tippfehler oder veralteter Link).
- Der DNS-Server konnte den Namen nicht auflösen.
Feedback: 4xx = Client-Fehler. Der Server funktioniert perfekt, er sagt nur: „Das, was Sie anfragen, habe ich nicht."
C9 – Status-Codes: Szenarios zuordnen
Thema: HTTP Status-Codes – Transfer Zuordnung
Punkte: 2
Typ: [MATCH]
Ordnen Sie jedem Szenario den passenden HTTP-Status-Code zu.
Szenario:
- Sie rufen eine Seite auf, die seit letztem Jahr auf eine neue URL umgeleitet wurde
- Eine Webseite lädt erfolgreich
- Sie geben eine URL ein, die nicht existiert
- Der Webserver ist überlastet
Status-Code (ungeordnet):
- 503 Service Unavailable
- 404 Not Found
- 200 OK
- 301 Moved Permanently
C9 – Status-Codes: Szenarios zuordnen (Lösung)
Thema: HTTP Status-Codes – Transfer Zuordnung
Punkte: 2
Typ: [MATCH]
Ordnen Sie jedem Szenario den passenden HTTP-Status-Code zu.
| Szenario | Status-Code |
|---|---|
| Sie rufen eine Seite auf, die seit letztem Jahr auf eine neue URL umgeleitet wurde | 301 Moved Permanently |
| Eine Webseite lädt erfolgreich | 200 OK |
| Sie geben eine URL ein, die nicht existiert | 404 Not Found |
| Der Webserver ist überlastet | 503 Service Unavailable |
Feedback: 200 = Alles gut. 301 = dauerhaft verschoben. 404 = nicht gefunden (Ihr Fehler). 503 = Server-Problem (Betreiber).
C9a – Status-Codes: 2xx, 4xx, 5xx vergleichen
Thema: HTTP Status-Codes – Kategorien erklären
Punkte: 3
Typ: [ESSAY]
Erklären Sie die drei HTTP-Status-Code-Kategorien 2xx, 4xx und 5xx. Beschreiben Sie für jede: (1) was sie bedeutet, (2) wer „schuld" ist (Client oder Server), (3) ein konkretes Beispiel mit Szenario.
C9a – Status-Codes: 2xx, 4xx, 5xx vergleichen (Lösung)
Thema: HTTP Status-Codes – Kategorien erklären
Punkte: 3
Typ: [ESSAY]
Erklären Sie die drei HTTP-Status-Code-Kategorien 2xx, 4xx und 5xx. Beschreiben Sie für jede: (1) was sie bedeutet, (2) wer „schuld" ist (Client oder Server), (3) ein konkretes Beispiel mit Szenario.
Musterlösung: 2xx (Erfolg): Die Anfrage wurde erfolgreich verarbeitet. Niemand ist „schuld" – alles funktioniert. Beispiel: 200 OK – die Webseite wurde korrekt geladen. 4xx (Client-Fehler): Die Anfrage war fehlerhaft. Der Client ist verantwortlich. Beispiel: 404 Not Found – Nutzende haben eine URL eingetippt, die nicht existiert. 5xx (Server-Fehler): Der Server hat ein Problem. Der Betreiber ist verantwortlich. Beispiel: 503 Service Unavailable – der Server ist überlastet oder in Wartung.
C9b – HTTP-Methoden vergleichen: GET, POST, PUT, DELETE
Thema: HTTP-Methoden – Vergleich
Punkte: 3
Typ: [ESSAY]
Erklären Sie die vier HTTP-Methoden GET, POST, PUT und DELETE. Beschreiben Sie für jede: (1) die Hauptfunktion, (2) ob Daten im Request-Body gesendet werden, (3) ein konkretes Beispiel.
Musterlösung: GET: Ruft eine Ressource ab (nur lesen). Keine Daten im Body (Parameter in URL). Beispiel: Webseite aufrufen. POST: Erstellt eine neue Ressource. Daten im Body. Beispiel: Neuen Blog-Eintrag erstellen. PUT: Ersetzt eine existierende Ressource vollständig. Daten im Body. Beispiel: Profilbild durch ein neues ersetzen. DELETE: Löscht eine Ressource. Meist keine Daten im Body. Beispiel: Kommentar löschen.
C10 – Status-Codes: Freitext
Thema: HTTP Status-Codes – Konzept zusammenfassen
Punkte: 2
Typ: [ESSAY]
Erklären Sie, warum HTTP-Status-Codes aus einer dreistelligen Zahl bestehen und was die erste Ziffer konkret bedeutet. Nennen Sie je einen Beispiel-Code für 2xx, 4xx und 5xx.
Musterlösung: Die erste Ziffer kategorisiert die Antwort: 2xx = Erfolg, 3xx = Weiterleitung, 4xx = Client-Fehler, 5xx = Server-Fehler. Die restlichen zwei Ziffern spezifizieren den genauen Fall. Beispiele: 200 OK (Erfolg), 404 Not Found (Client-Fehler), 500 Internal Server Error (Server-Fehler). Diese Struktur ermöglicht es, allein aus dem Code zu verstehen, ob und wo ein Problem liegt – ohne die Antwort ganz lesen zu müssen.
C11 – 401 vs. 403: Wo liegt der Unterschied?
Thema: HTTP Status-Codes – 401 vs. 403
Punkte: 1
Typ: [MC]
Eine Person ruft eine geschützte Seite auf. Worin unterscheiden sich 401 und 403?
- 401 Unauthorized: nicht angemeldet („Wer sind Sie?"). 403 Forbidden: angemeldet, aber ohne Berechtigung („Zugriff verweigert").
- 401 ist ein Server-Fehler, 403 ein Client-Fehler.
- 401 bedeutet „dauerhaft verschoben", 403 „temporär nicht verfügbar".
- Beide bedeuten dasselbe und sind austauschbar.
Feedback: 401 = Authentifizierung fehlt (nicht eingeloggt). 403 = Authentifizierung vorhanden, aber Autorisierung fehlt (keine Rechte). Beide gehören zu 4xx (Client-Seite).
C12 – 301 vs. 302: Weiterleitung
Thema: HTTP Status-Codes – 301 vs. 302
Punkte: 1
Typ: [MC]
Eine Ressource wurde verschoben. Wann sendet der Server 301 statt 302?
- 301 bei dauerhafter Verschiebung (Browser und Suchmaschinen merken sich die neue URL). 302 bei temporärer Verschiebung (die alte URL bleibt maßgeblich).
- 301 ist ein Fehlercode, 302 ein Erfolgscode.
- 301 wird nur bei HTTPS verwendet, 302 nur bei HTTP.
- Es gibt keinen Unterschied in der Wirkung.
Feedback: 301 Moved Permanently ist cachebar und SEO-relevant (die Linkkraft wandert mit). 302 Found signalisiert eine temporäre Verschiebung – die ursprüngliche URL bleibt gültig.
BLOCK D – DNS
D1 – DNS: Was macht es?
Thema: DNS – Grundfunktion
Punkte: 1
Typ: [MC]
Was ist die Hauptfunktion eines DNS-Servers?
- Er verschlüsselt die Verbindung zwischen Client und Server.
- Er übersetzt einen Domain-Namen (z. B.
hdm-stuttgart.de) in eine IP-Adresse. - Er routet Pakete durch das Internet.
- Er weist jedem Computer eine MAC-Adresse zu.
D1 – DNS: Was macht es? (Lösung)
Thema: DNS – Grundfunktion
Punkte: 1
Typ: [MC]
Was ist die Hauptfunktion eines DNS-Servers?
- Er verschlüsselt die Verbindung zwischen Client und Server.
- Er übersetzt einen Domain-Namen (z. B.
hdm-stuttgart.de) in eine IP-Adresse. - Er routet Pakete durch das Internet.
- Er weist jedem Computer eine MAC-Adresse zu.
Feedback: DNS = Domain Name System = „Telefonbuch des Internets". Name → IP. Ohne DNS müsste man überall IP-Adressen eintippen.
D2 – DNS: Zeitlicher Ablauf
Thema: DNS – Rolle im Gesamtablauf
Punkte: 1
Typ: [MC]
Sie geben https://hdm-stuttgart.de in die Adresszeile ein. Was passiert vor dem TCP-Handshake?
- Der Browser sendet direkt den Namen an den Server – DNS wird erst danach benötigt.
- DNS-Auflösung: Der Name wird in eine IP-Adresse umgewandelt. TCP kann nur zu IP-Adressen Verbindungen aufbauen.
- DNS passiert nach dem TCP-Handshake.
- DNS ist nur für HTTPS nötig – bei HTTP kann der Name direkt verwendet werden.
D2 – DNS: Zeitlicher Ablauf (Lösung)
Thema: DNS – Rolle im Gesamtablauf
Punkte: 1
Typ: [MC]
Sie geben https://hdm-stuttgart.de in die Adresszeile ein. Was passiert vor dem TCP-Handshake?
- Der Browser sendet direkt den Namen an den Server – DNS wird erst danach benötigt.
- DNS-Auflösung: Der Name wird in eine IP-Adresse umgewandelt. TCP kann nur zu IP-Adressen Verbindungen aufbauen.
- DNS passiert nach dem TCP-Handshake.
- DNS ist nur für HTTPS nötig – bei HTTP kann der Name direkt verwendet werden.
Feedback: DNS vor TCP. Kein Name-to-IP? Kein Handshake möglich. TCP arbeitet auf IP-Adressen, nicht auf Domain-Namen.
D1-alt – DNS: Was macht es?
Thema: DNS – Grundfunktion
Punkte: 1
Typ: [MC]
Was ist die Hauptfunktion eines DNS-Servers?
- Er verschlüsselt die Verbindung zwischen Client und Server.
- Er übersetzt einen Domain-Namen (z. B.
hdm-stuttgart.de) in eine IP-Adresse. - Er routet Pakete durch das Internet.
- Er weist jedem Computer eine MAC-Adresse zu.
Feedback: DNS = Domain Name System = „Telefonbuch des Internets". Name → IP. Ohne DNS müsste man überall IP-Adressen eintippen.
D2 – DNS: Zeitlicher Ablauf
Thema: DNS – Rolle im Gesamtablauf
Punkte: 2
Typ: [MC]
Sie geben https://hdm-stuttgart.de in die Adresszeile ein. Was passiert vor dem TCP-Handshake?
- Der Browser sendet direkt den Namen an den Server – DNS wird erst danach benötigt.
- DNS-Auflösung: Der Name wird in eine IP-Adresse umgewandelt. TCP kann nur zu IP-Adressen Verbindungen aufbauen.
- DNS passiert nach dem TCP-Handshake.
- DNS ist nur für HTTPS nötig – bei HTTP kann der Name direkt verwendet werden.
Feedback: DNS vor TCP. Kein Name-to-IP? Kein Handshake möglich. TCP arbeitet auf IP-Adressen, nicht auf Domain-Namen.
D3 – DNS: Warum zwingend nötig?
Thema: DNS – Transfer/Begründung
Punkte: 2
Typ: [ESSAY]
Erklären Sie in 2–3 Sätzen, warum der DNS-Schritt zwingend vor dem TCP-Handshake stehen muss. Was würde passieren, wenn der Browser den Domain-Namen direkt an den Netzwerk-Stack übergeben würde?
Musterlösung: TCP arbeitet nur mit IP-Adressen – ein Domain-Name wie
hdm-stuttgart.deist für TCP-/IP-Stack sinnlos. Ohne vorherige DNS-Auflösung würde der Browser nicht wissen, an welche IP er das SYN senden soll. Der DNS-Schritt konvertiert den human-readable-Namen in eine maschinenlesbare IP, erst danach kann der Verbindungsaufbau beginnen.
D4 – DNS: Lückentext
Thema: DNS – Terminologie
Punkte: 1
Typ: [CLOZE]
Der DNS-Server übersetzt einen 1:Domain-Namen in eine 2:IP-Adresse. Dieser Schritt fällt 3:vor dem TCP-Handshake statt, weil TCP nur zu 4:IP-Adressen Verbindungen aufbauen kann.
Feedback: Die vier Lücken beschreiben den DNS-Ablauf vollständig: Was wird übersetzt, in was, wann, und warum.
D5 – Encapsulation: Daten → Segment → Paket → Frame
Thema: Encapsulation – Transfer
Punkte: 3
Typ: [ESSAY]
Erklären Sie den Encapsulation-Prozess beim Senden einer Nachricht. Beschreiben Sie die vier Dateneinheiten Daten, Segment, Paket und Frame. Was wird bei jedem Schritt hinzugefügt und von welcher Schicht?
Musterlösung: Daten: Die eigentliche Nachricht (z.B. HTML) von der Anwendungsschicht. Segment: Transportschicht fügt TCP-Header hinzu (Ports, Sequenznummern). Paket: Internetschicht fügt IP-Header hinzu (Quell- und Ziel-IP-Adresse). Frame: Netzzugangsschicht fügt Ethernet-Header (MAC-Adressen) und Trailer (Prüfsumme) hinzu. Beim Empfänger wird in umgekehrter Reihenfolge ausgepackt (Decapsulation).
BLOCK E – Der Gesamtablauf (Zusammen)
E1 – Reihenfolge eines HTTPS-Aufrufs
Thema: Gesamtablauf – Sortierung
Punkte: 2
Typ: [ORDER]
Sortieren Sie die Schritte eines HTTPS-Aufrufs in der richtigen Reihenfolge:
- DNS-Auflösung (Name → IP)
- TCP 3-Way-Handshake (Verbindung aufbauen)
- TLS-Handshake (Verschlüsselung vereinbaren)
- HTTP GET (Anfrage senden)
- HTTP 200 OK + HTML (Antwort empfangen)
Feedback: DNS → TCP → TLS → HTTP Request → HTTP Response. Jeder Schritt ist eine Voraussetzung für den nächsten.
E2 – Reihenfolge: Welche Folge ist korrekt?
Thema: Gesamtablauf – Multiple Choice
Punkte: 1
Typ: [MC]
Sie geben eine URL ein. Welche Reihenfolge ist korrekt?
- (1) TCP-Handshake → (2) DNS → (3) HTTP GET → (4) HTTP 200 OK
- (1) DNS → (2) TCP-Handshake → (3) HTTP GET → (4) HTTP 200 OK
- (1) HTTP GET → (2) DNS → (3) TCP-Handshake → (4) HTTP 200 OK
- (1) DNS → (2) HTTP GET → (3) TCP-Handshake → (4) HTTP 200 OK
Feedback: DNS immer zuerst. Dann TCP (Verbindung). Dann HTTP (Anfrage/Antwort).
E3 – Gesamtablauf: DNS, TCP, HTTP erklären
Thema: Gesamtablauf – Schritte erklären
Punkte: 3
Typ: [ESSAY]
Erklären Sie die drei Hauptphasen beim Aufruf einer Webseite: DNS-Auflösung, TCP-Verbindungsaufbau und HTTP-Request/Response. Beschreiben Sie für jede Phase: (1) was passiert, (2) warum sie vor der nächsten kommen muss.
E3 – Gesamtablauf: DNS, TCP, HTTP erklären (Lösung)
Thema: Gesamtablauf – Schritte erklären
Punkte: 3
Typ: [ESSAY]
Erklären Sie die drei Hauptphasen beim Aufruf einer Webseite: DNS-Auflösung, TCP-Verbindungsaufbau und HTTP-Request/Response. Beschreiben Sie für jede Phase: (1) was passiert, (2) warum sie vor der nächsten kommen muss.
Musterlösung: DNS-Auflösung: Der Domain-Name wird in eine IP-Adresse übersetzt. Muss zuerst kommen, weil TCP nur mit IP-Adressen arbeiten kann. TCP-Verbindungsaufbau: Der 3-Way-Handshake (SYN → SYN-ACK → ACK) baut eine zuverlässige Verbindung auf. Muss vor HTTP kommen, weil HTTP auf TCP aufsetzt und eine bestehende Verbindung braucht. HTTP-Request/Response: Der Browser sendet GET, der Server antwortet mit 200 OK + HTML. Kann erst nach TCP-Verbindung stattfinden.
BLOCK F – HTML-Grundlagen
F1 – <head> vs. <body>: Was passiert bei Fehler?
Thema: HTML-Struktur – head/body
Punkte: 2
Typ: [MC]
Eine studierende Person platziert den <title> und <meta name="description"> im <body> statt im <head>. Welche zwei Konsequenzen hat das?
- Kein Problem – Browser ignorieren die Unterscheidung.
- (1) Der Browser-Tab zeigt keinen Titel an. (2) Suchmaschinen haben keine Beschreibung für das Snippet → schlechte SEO, Screen-Reader können die Seite nicht richtig vorlesen.
- (1) Der Titel wird im Seiteninhalt sichtbar angezeigt. (2) Die description wird als Text auf der Seite eingeblendet.
- Nur das Fehlen von
<meta charset>ist ein Problem.
F1 – <head> vs. <body>: Was passiert bei Fehler? (Lösung)
Thema: HTML-Struktur – head/body
Punkte: 2
Typ: [MC]
Eine studierende Person platziert den <title> und <meta name="description"> im <body> statt im <head>. Welche zwei Konsequenzen hat das?
- Kein Problem – Browser ignorieren die Unterscheidung.
- (1) Der Browser-Tab zeigt keinen Titel an. (2) Suchmaschinen haben keine Beschreibung für das Snippet → schlechte SEO, Screen-Reader können die Seite nicht richtig vorlesen.
- (1) Der Titel wird im Seiteninhalt sichtbar angezeigt. (2) Die description wird als Text auf der Seite eingeblendet.
- Nur das Fehlen von
<meta charset>ist ein Problem.
Feedback:
<head>= Metadaten (unsichtbar für die Benutzenden, sichtbar für Browser/Maschinen).<body>= sichtbarer Inhalt. Title und description im Body werden nicht als Metadaten interpretiert.
F2 – <head>: Was gehört wohin?
Thema: HTML-Struktur – Zuordnung
Punkte: 2
Typ: [MATCH]
Ordnen Sie jedem Element zu, ob es in <head> oder <body> gehört.
Element:
<title><meta charset="UTF-8"><meta name="description"><h1>Willkommen</h1><p>Text hier</p><link rel="stylesheet">
Wohin? (ungeordnet):
<head><body><body><head><head><head>
F2 – <head>: Was gehört wohin? (Lösung)
Thema: HTML-Struktur – Zuordnung
Punkte: 2
Typ: [MATCH]
Ordnen Sie jedem Element zu, ob es in <head> oder <body> gehört.
| Element | Wohin? |
|---|---|
<title> |
<head> |
<meta charset="UTF-8"> |
<head> |
<meta name="description"> |
<head> |
<h1>Willkommen</h1> |
<body> |
<p>Text hier</p> |
<body> |
<link rel="stylesheet"> |
<head> |
Feedback:
<head>= alles, was die Benutzenden nicht direkt sehen (Metadaten, Styles, Titel).<body>= alles, was im Browser-Fenster angezeigt wird.
F3 – Charset: Was passiert ohne <meta charset>?
Thema: HTML – Zeichenkodierung
Punkte: 1
Typ: [MC]
Was ist die konkrete Konsequenz, wenn <meta charset="UTF-8"> fehlt oder falsch gesetzt ist?
- Die Webseite lädt gar nicht.
- Sonderzeichen (Umlaute, Emojis) werden als kryptische Symbole dargestellt, weil der Browser die falsche Zeichenkodierung rät.
- Die Seite wird langsamer, da der Browser alle Sprachen durchprobieren muss.
- Das CSS wird nicht geladen.
Feedback: Ohne charset nutzt der Browser oft einen Standard wie Latin-1. Bei UTF-8-gespeicherten Dateien → Umlaute und Emojis werden falsch dargestellt (Mojibake).
F4 – Umschließende vs. selbst-schließende Tags
Thema: HTML-Anatomie – Tag-Typen
Punkte: 2
Typ: [MATCH]
Ordnen Sie jedes HTML-Element seinem Tag-Typ zu.
Element:
<a><body><img><input><meta>
Tag-Typ (ungeordnet):
- Selbst-schließend (kein End-Tag)
- Selbst-schließend (kein End-Tag)
- Selbst-schließend (kein End-Tag)
- Umschließend (Start- und End-Tag)
- Umschließend (Start- und End-Tag)
F4 – Umschließende vs. selbst-schließende Tags (Lösung)
Thema: HTML-Anatomie – Tag-Typen
Punkte: 2
Typ: [MATCH]
Ordnen Sie jedes HTML-Element seinem Tag-Typ zu.
| Element | Tag-Typ |
|---|---|
<a> |
Umschließend (Start- und End-Tag) |
<body> |
Umschließend (Start- und End-Tag) |
<img> |
Selbst-schließend (kein End-Tag) |
<input> |
Selbst-schließend (kein End-Tag) |
<meta> |
Selbst-schließend (kein End-Tag) |
Feedback: Umschließende Tags haben Inhalt zwischen Start und Ende (
<a>…</a>). Selbst-schließende Tags stehen allein, weil sie keinen Inhalt umschließen (<img>,<input>,<meta>).
BLOCK G – CSS
G1 – Spezifität: ID vs. Klasse vs. Element
Thema: CSS Spezifität – Grundregel
Punkte: 2
Typ: [MC]
Gegeben:
p { color: blue; }
.highlight { color: green; }
#main { color: red; }
Ein Element <p class="highlight" id="main"> wird angezeigt. Welche Farbe?
- Blau – die Element-Regel steht zuerst im Code.
- Grün – Klassen haben immer Vorrang vor IDs.
- Rot – die ID
#mainhat die höchste Spezifität (0,1,0,0). - Rot – die letzte Regel im Code gewinnt immer.
Feedback: Spezifität: ID (0,1,0,0) > Klasse (0,0,1,0) > Element (0,0,0,1). Reihenfolge im Code ist nur relevant bei gleicher Spezifität.
G2 – Responsive Design: Mobile First – Welche Farbe?
Thema: CSS Media Queries – Mobile First
Punkte: 2
Typ: [MC]
.container { background: white; }
@media (min-width: 768px) { .container { background: blue; } }
@media (min-width: 1024px) { .container { background: green; } }
Welche Farbe bei 900 px Breite?
- Weiß – Media-Queries gelten nur ab 1024 px.
- Grün – die letzte Media-Query überschreibt immer.
- Blau – bei 900 px greift
min-width: 768px(900 ≥ 768), abermin-width: 1024pxnicht (900 < 1024). - Weiß – keine Media-Query greift zwischen den Breakpoints.
Feedback: Mobile First: Basis = white. Bei 900px: 768px-Query greift ✓, 1024px-Query greift ✗ → blau.
G3 – Desktop First: max-width erkläre
Thema: CSS Media Queries – Desktop First
Punkte: 1
Typ: [MC]
Wie würde eine Media Query für „Desktop First" aussehen (Standard ist Desktop, Anpassung für kleine Screens)?
@media (device-width: small) { ... }@media (min-width: ...)– bleibt gleich, nur die Reihenfolge ändert sich.@media (max-width: ...)– Stile für Bildschirme, die kleiner als eine bestimmte Breite sind.@media (mobile: true) { ... }
Feedback: Desktop First: Basis-CSS für große Schirme.
max-width= „Wenn der Bildschirm schmäler ist als X, dann…" – Ausnahmen für Tablets/Handys.
G4 – Mobile First vs. Desktop First: Vergleich
Thema: CSS Media Queries – Konzept-Vergleich
Punkte: 2
Typ: [ESSAY]
Erklären Sie den Unterschied zwischen „Mobile First" und „Desktop First" beim Responsive Design. Welche Media-Query-Eigenschaft nutzt jeder Ansatz, und warum?
Musterlösung: Mobile First: Das Basis-CSS ist für kleine Bildschirme (Handy). Mit
min-widthwerden schrittweise Anpassungen für größere Bildschirme hinzugefügt („ab dieser Breite"). Desktop First: Das Basis-CSS ist für große Bildschirme. Mitmax-widthwerden Ausnahmen für kleinere Geräte definiert (「bis zu dieser Breite"). Mobile First wird bevorzugt, weil die Mehrheit der Benutzenden mobil zugrifft und forced-mobile-first die Grundlage für progressive Enhancement bietet.
G5 – box-sizing: border-box
Thema: CSS Box-Modell – box-sizing
Punkte: 2
Typ: [MC]
Ein Element hat width: 200px, padding: 20px und border: 5px. Welche sichtbare Gesamtbreite ergibt sich mit box-sizing: border-box?
- 200 px – Padding und Border werden in die angegebene Breite eingerechnet.
- 250 px – Padding und Border werden zur Breite addiert.
- 245 px – nur das Padding zählt, die Border nicht.
- 200 px, aber nur, wenn kein Margin gesetzt ist.
Feedback:
border-box: diewidthumfasst Content + Padding + Border (hier 200 px gesamt). Der Standardcontent-boxwürde addieren (200 + 2×20 + 2×5 = 250 px). Deshalb giltbox-sizing: border-boxals Best Practice.
G6 – CSS-Farbnotationen zuordnen
Thema: CSS Farben – Notationen
Punkte: 2
Typ: [MATCH]
Ordnen Sie jede Schreibweise für die Farbe Rot ihrer Notation zu.
Schreibweise:
red#FF0000rgb(255, 0, 0)rgba(255, 0, 0, 0.5)hsl(0, 100%, 50%)
Notation (ungeordnet):
- HSL (Hue, Saturation, Lightness)
- RGBA (RGB + Alpha/Transparenz)
- RGB (Red Green Blue)
- Hexadezimal
- Schlüsselwort
G6 – CSS-Farbnotationen zuordnen (Lösung)
Thema: CSS Farben – Notationen
Punkte: 2
Typ: [MATCH]
Ordnen Sie jede Schreibweise für die Farbe Rot ihrer Notation zu.
| Schreibweise | Notation |
|---|---|
red |
Schlüsselwort |
#FF0000 |
Hexadezimal |
rgb(255, 0, 0) |
RGB (Red Green Blue) |
rgba(255, 0, 0, 0.5) |
RGBA (RGB + Alpha/Transparenz) |
hsl(0, 100%, 50%) |
HSL (Hue, Saturation, Lightness) |
Feedback: Fünf Wege, dieselbe Farbe anzugeben. RGBA ergänzt RGB um einen Alpha-Kanal (Transparenz). HSL beschreibt Farbton, Sättigung und Helligkeit – intuitiver beim manuellen Anpassen.
BLOCK H – Barrierefreiheit
H1 – Wie nutzen Menschen das Web?
Thema: Barrierefreiheit – Eingabegeräte
Punkte: 2
Typ: [MATCH]
Ordnen Sie jedem Eingabegerät seine Nutzungsweise zu.
Eingabe:
- Maus
- Tastatur
- Screenreader
- Sprachsteuerung
- Augensteuerung
- Switch-Geräte
Nutzungsweise (ungeordnet):
- Ein-/Aus-Schalter
- Eye-Tracking
- „Klicke auf Anmelden"
- Vorlesen von Inhalten
- Tab-Navigation, Enter, Pfeiltasten
- Klicken, Scrollen
H1 – Wie nutzen Menschen das Web? (Lösung)
Thema: Barrierefreiheit – Eingabegeräte
Punkte: 2
Typ: [MATCH]
Ordnen Sie jedem Eingabegerät seine Nutzungsweise zu.
| Eingabe | Nutzungsweise |
|---|---|
| Maus | Klicken, Scrollen |
| Tastatur | Tab-Navigation, Enter, Pfeiltasten |
| Screenreader | Vorlesen von Inhalten |
| Sprachsteuerung | „Klicke auf Anmelden" |
| Augensteuerung | Eye-Tracking |
| Switch-Geräte | Ein-/Aus-Schalter |
Feedback: Nicht alle nutzen Maus + Bildschirm. ~15% der Weltbevölkerung haben eine Behinderung (WHO). Assistive Technologien wie Screenreader (NVDA, VoiceOver, JAWS) oder Switch-Geräte ermöglichen Web-Zugang für Menschen mit verschiedenen Einschränkungen.
H2 – Einschränkungen: Temporär vs. situativ
Thema: Barrierefreiheit – Einschränkungstypen
Punkte: 2
Typ: [MC]
Eine Person kann aktuell nur mit einer Hand ihr Handy bedienen, weil sie das Baby auf dem Arm trägt. Wie klassifiziert man diese Einschränkung?
- Permanent – das ist eine bleibende körperliche Behinderung.
- Temporär – die Person ist verletzt und braucht Zeit zum Heilen.
- Situativ – die Einschränkung entsteht durch die aktuelle Umgebung/Situation, nicht durch eine Behinderung.
- Diese Art von Einschränkung existiert nicht – Barrierefreiheit betrifft nur Menschen mit Behinderung.
Feedback: Drei Typen: Permanent (z. B. Blindheit), Temporär (z. B. gebrochener Arm, Augen-OP), Situativ (z. B. helle Sonne, laute Umgebung, Baby auf dem Arm). Barrierefreie Gestaltung hilft bei allen drei.
H2a – Einschränkungen: Permanent, Temporär, Situativ
Thema: Barrierefreiheit – Einschränkungstypen erklären
Punkte: 3
Typ: [ESSAY]
Erklären Sie die drei Typen von Einschränkungen: permanent, temporär und situativ. Nennen Sie für jeden Typ: (1) eine Definition, (2) ein konkretes Beispiel, (3) wie barrierefreie Gestaltung in diesem Fall hilft.
Musterlösung: Permanent: Dauerhafte körperliche/kognitive Behinderung. Beispiel: Blindheit. Hilfe: Screenreader kann Alt-Texte vorlesen. Temporär: Zeitlich begrenzte Einschränkung durch Verletzung/Krankheit. Beispiel: Gebrochener Arm. Hilfe: Tastaturnavigation ermöglicht Bedienung ohne Maus. Situativ: Einschränkung durch aktuelle Umgebung/Situation. Beispiel: Helle Sonne auf dem Bildschirm. Hilfe: Hoher Kontrast macht Text trotzdem lesbar.
H3 – Curb-Cut-Effekt: Beispiel identifizieren
Thema: Barrierefreiheit – Curb-Cut-Effekt
Punkte: 1
Typ: [MC]
Welches Beispiel demonstriert den Curb-Cut-Effekt?
- Barrierefreie Webseiten laden langsamer.
- Untertitel: gedacht für Gehörlose, helfen aber auch in lauter Umgebung oder beim Sprachlernen.
- Der Curb-Cut-Effekt bedeutet, dass barrierefreie Seiten nur für Menschen mit Behinderung nützlich sind.
- Alt-Texte verlängern die Ladezeit einer Webseite.
Feedback: Curb-Cut-Effekt = eine barrierefreie Lösung nutzt am Ende allen. Untertitel für Gehörlose → helfen auch in lauter Umgebung. Kontrastreiche Farben für Sehbehinderung → besser im Sonnenlicht, für ältere Menschen.
H4 – Curb-Cut-Effekt: Erklärung
Thema: Barrierefreiheit – Curb-Cut-Effekt Transfer
Punkte: 2
Typ: [ESSAY]
Erklären Sie das Konzept des Curb-Cut-Effekts. Nennen Sie zwei konkrete Web-Beispiele und erklären Sie jeweils, wer die ursprüngliche Zielgruppe war und wer sonst davon profitiert.
Musterlösung: Der Curb-Cut-Effekt beschreibt, wie eine Maßnahme für Menschen mit Behinderung am Ende allen zugute kommt – wie die Bordsteinabsenkung, die für Rollstuhlfahrer gedacht war, aber auch Kinderwagen, Rollkoffer und Fahrrädern helfen. Web-Beispiele: (1) Untertitel – primär für Gehörlose, helfen auch in lauter Umgebung oder beim Sprachlernen. (2) Alt-Texte – primär für Screen-Reader-Benutzende, helfen auch Suchmaschinen (SEO).
H5 – EAA: Was ist das?
Thema: Barrierefreiheit – Rechtlicher Rahmen
Punkte: 1
Typ: [MC]
Was ist der European Accessibility Act (EAA)?
- Ein freiwilliges EU-Programm zur Förderung barrierefreier Websites.
- Eine EU-Richtlinie, die seit Juni 2025 in Kraft ist und Barrierefreiheit in bestimmten digitalen Bereichen verpflichtend macht.
- Ein deutsches Gesetz, das nur öffentliche Behörden betrifft.
- Ein technisches Standard wie HTML oder CSS.
Feedback: EAA = European Accessibility Act. Seit 28. Juni 2025 in Kraft. Betrifft E-Commerce, Banking, Telekommunikation, Transport, E-Books. In Deutschland umgesetzt durch das BFSG (Barrierefreiheitsstärkungsgesetz). Verstoß: bis 100.000€ Bußgeld möglich.
H6 – Barrierefreiheit: Warum auch für „normale" Benutzende?
Thema: Barrierefreiheit – Business Case
Punkte: 2
Typ: [ESSAY]
Erklären Sie, warum barrierefreie Gestaltung nicht nur für Menschen mit Behinderung wichtig ist, sondern auch einen praktischen Nutzen für alle Benutzenden hat. Nennen Sie mindestens zwei konkrete Beispiele.
H6 – Barrierefreiheit: Warum auch für „normale" Benutzende? (Lösung)
Thema: Barrierefreiheit – Business Case
Punkte: 2
Typ: [ESSAY]
Erklären Sie, warum barrierefreie Gestaltung nicht nur für Menschen mit Behinderung wichtig ist, sondern auch einen praktischen Nutzen für alle Benutzenden hat. Nennen Sie mindestens zwei konkrete Beispiele.
Musterlösung: Barrierefreiheit verbessert die UX für alle: (1) SEO – Alt-Texte und semantisches HTML helfen Suchmaschinen, die Seite besser zu verstehen → besseres Ranking. (2) Mobile – viele barrierefreie Prinzipien (z. B. große Tippflächen, guter Kontrast) sind auch für Mobilgeräte im Sonnenlicht wichtig. (3) Ältere Menschen – Sehschwäche, motorische Einschränkungen betreffen einen großen Anteil der Bevölkerung. Der Markt: ~15% Menschen mit Behinderung + ~20% ältere Menschen.
H7 – Tastatur-Test: Was prüfen?
Thema: Barrierefreiheit – Praktischer Test
Punkte: 2
Typ: [MC]
Sie möchten eine Webseite auf Barrierefreiheit testen, ohne assistive Technologie zu installieren. Was machen Sie?
- Sie scrollen durch die Seite und schauen, ob sie schön aussieht.
- Sie navigieren nur mit Tab + Enter durch die Seite und prüfen: Erreichen Sie alle Funktionen? Ist der Fokus immer sichtbar? Ist die Tab-Reihenfolge logisch?
- Sie installieren einen Screenreader und lassen die Seite vorlesen.
- Sie öffnen den Quellcode und zählen die barrierefreien Tags.
H7 – Tastatur-Test: Was prüfen? (Lösung)
Thema: Barrierefreiheit – Praktischer Test
Punkte: 2
Typ: [MC]
Sie möchten eine Webseite auf Barrierefreiheit testen, ohne assistive Technologie zu installieren. Was machen Sie?
- Sie scrollen durch die Seite und schauen, ob sie schön aussieht.
- Sie navigieren nur mit Tab + Enter durch die Seite und prüfen: Erreichen Sie alle Funktionen? Ist der Fokus immer sichtbar? Ist die Tab-Reihenfolge logisch?
- Sie installieren einen Screenreader und lassen die Seite vorlesen.
- Sie öffnen den Quellcode und zählen die barrierefreien Tags.
Feedback: Der Tastatur-Test ist der schnellste barrierefreie Selbsttest: Nur Tab + Enter benutzen. Wenn man so eine Funktion nicht erreicht kann, ist sie für Tastatur-Benutzende (und damit auch für Screenreader-Benutzende) nicht zugänglich. Tools wie axe DevTools oder Lighthouse automatisieren ~30% der Checks.
BLOCK I – Zusammenfassung-Fragen (Übergreifend)
I1 – Gesamtablauf: Wahl der richtigen Methode
Thema: HTTP + TCP + DNS zusammen
Punkte: 3
Typ: [ESSAY]
Eine Person klickt auf einen „Neuen Eintrag erstellen"-Button einer Webanwendung. Beschreiben Sie vom Klick bis zur Antwort des Servers, welche Protokolle beteiligt sind und welche HTTP-Methode verwendet wird.
Musterlösung: (1) Der Browser sendet eine HTTP-Anfrage. Da es sich um eine neue Ressource handelt, nutzt er POST. (2) Vorher: DNS löst den Domain-Namen auf. (3) TCP-Handshake stellt die Verbindung her. (4) POST-Anfrage wird gesendet (Daten im Body). (5) Server verarbeitet, erstellt den Eintrag, antwortet mit 201 Created.
I2 – Gesamtablauf: Störfall analysieren
Thema: Netzwerk + HTTP – Transfer/Problemlösung
Punkte: 3
Typ: [ESSAY]
Sie rufen eine Webseite auf und erhalten eine Fehlermeldung. Beschreibe drei verschiedene Szenarien, die zu einer Fehlermeldung führen könnten, und erkläre, in welcher „Schicht" des Ablaufs (DNS, TCP, HTTP) das Problem liegt und wie Sie es erkennen.
Musterlösung: (1) DNS-Fehler: „Der Server wurde nicht gefunden" → DNS konnte den Namen nicht auflösen (z. B. Tippfehler in der URL oder DNS-Server nicht erreichbar). (2) TCP-Fehler: „Die Verbindung wurde verweigert" → Server existiert (IP bekannt), akzeptiert aber keine Verbindung (nicht gestartet, Port blockiert). (3) HTTP-Fehler: 404 → TCP-Verbindung erfolgreich, aber die angeforderte Ressource existiert nicht auf dem Server.